LIMINAL FLUX

Der Moment des Wandels

LIMINAL FLUX steht für Kleidung, die den Moment des Übergangs einfängt – den Augenblick zwischen Vergangenem und Kommendem, in dem Neues Gestalt annimmt. Der Name vereint Liminal – den Schwellenzustand – mit Flux, dem fortwährenden Wandel von Zeit und Form.

Bewegung zwischen Zeiten

Diese Kollektion denkt Kleidung als lebendige Struktur, in der sich Spuren von Vergangenheit und Gegenwart überlagern. Ein Sonntagsanzug des 19. Jahrhunderts, der ein Leben lang gepflegt wurde, und ein japanisches Boro-Jackett, das durch ständige Reparatur weiterexistiert – beide stehen hier nicht für Nostalgie, sondern für Kontinuität durch Veränderung. LIMINAL FLUX übersetzt solche Formen der Fürsorge in eine zeitgenössische Praxis.

Material als Sprache

Techniken und Stoffe aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten treten in einen Dialog. Selvedge Denim, auf alten Schützenwebstühlen gefertigt und mit Indigo gefärbt, trifft auf Shibori und Kasuri aus Japan, die Bewegung in das Gewebe schreiben. Ein Stoff verbindet Shibori mit guineischen Färbemethoden – eine materielle Korrespondenz über Kontinente hinweg.

Textile Dauer

Exquisite Materialien wie Kaschmir, Seide, Schurwolle und antike, ungenutzte Kimonoraritäten stammen aus bestehenden Beständen und werden im Atelier neu zusammengesetzt. Die Schnitte folgen der Logik des Materials und halten den Stoff in seiner Integrität. So entsteht Kleidung, die Zeit enthält – sichtbar, spürbar, gegenwärtig.

Mode als kulturelle Praxis

LIMINAL FLUX versteht Mode als reflektierte Handlung. Jedes Stück verbindet Form, Material und Haltung und öffnet einen Raum zwischen Körper, Geschichte und Jetztzeit. Die Kollektion reagiert nicht auf Trends, sondern auf die Zeit, in der sie entsteht.

Fotos: © Isabelle Wenzel, HanZ; 2025.

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